100km Lauf als Trainingslauf

100km Lauf als Trainingslauf

5 Jahre ohne stinkende Zigaretten

Es ist Anfang Februar 2020. Ich hatte schon länger mit dem Gedanken gespielt, die 100 km anzugreifen. Nach den 75,5 km beim letzten 6 Stundenlauf war für mich klar, dass ich die 100 Kilometer auf jeden Fall knacken könnte. Außerdem bin ich mittlerweile fünf Jahre weg von den stinkenden Zigaretten. Diesmal jedoch nicht bei einer Laufveranstaltung – nein, komplett alleine, nur für mich selbst.

Meine Strecke

Zentraler Punkt war also ein Parkplatz beim Bahnhof in Schonungen bei Schweinfurt (Bayern), an dem ich mein Auto abgestellt hatte. Dort deponierte ich meine Getränke, Gels und Riegel. Am Main entlang lief ich also entweder Richtung Haßfurt oder eben Richtung Schweinfurt. So bin ich regelmäßig an meinem Auto vorbeigekommen, um mich ausreichend zu verpflegen. Die ersten 30 km absolvierte ich zu Testzwecken mit dem leichten ‚Kinvara 11‘, den ich dann gegen den hervorragend gedämpften ‚Triumph 17‘ eingetauscht habe.

Schuhwechsel 

Ja, es war gerade am Anfang und Ende ziemlich kalt, doch dazwischen gab es viel Sonne, herrlich! Bei diesem Lauf ging es einzig und allein um die Distanz – Tempo spielte folglich keine Rolle. Dennoch bin ich wohl etwas zu schnell angelaufen. So habe ich bei km 30 die Pace gewechselt, um nur nichts zu riskieren. Mit dem ‚Triumph 17‘ lief es bis km 70 super bequem und angenehm gedämpft auf meist hartem Asphalt. In dieser Phase war ich sehr motiviert – manchmal lief etwas Musik, manchmal beobachtete ich die Vögel, manchmal hörte ich nur in meinen Körper hinein. Ich konnte gerade in dieser Phase den Lauf sehr genießen! Persönlich finde ich die mentale Komponente immer besonders spannend. Bei solchen Läufen findet man auf jeden Fall viel Ruhe und manchmal auch zu sich selbst!

Schneckentempo

Dann wurde es spürbar zäher, auch weil ich einen Streckenabschnitt mit einigen Höhenmetern gewählt hatte. Das war keine gute Idee! Ich legte nun auch einige Gehpausen ein, denn an normales Laufen war phasenweise nicht mehr zu denken. So bewegte ich mich zwischen km 80 und km 90 wie im Schneckentempo voran. Doch mein Kopf war zum Glück stark genug. Denn es war klar: Ab km 90 geht es nur noch in eine Richtung zurück! Interessanterweise fühlte ich mich plötzlich viel besser und so konnte ich das Tempo sogar etwas erhöhen. So absolvierte ich die letzten Kilometer mit Freude zügiger als gedacht. Nach dem 100er stand ich dann nur noch da und war froh, es geschafft zu haben. So wars eine spannende Erfahrung – der nächste 100er kommt bestimmt!

Björn bei Instagram

(unbezahlte Werbung wegen Verlinkung und Nennung der Veranstaltung sowie Marken)

P.S.: Du hast auch eine spannende Laufgeschichte zu erzählen? Schreibe mir eine Mail an: derturnschuhheizer@gmail.com und vielleicht wird diese hier auf dem Blog veröffentlicht! 

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