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Radfahren statt Laufen

Radfahren statt laufen – Gravelbike

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Radfahren statt laufen – es ist passiert

Es war einmal…2015 nach meinem Auslandseinsatz kauften Christin und ich uns neue Räder. Wir suchten etwas leichteres/sportlicheres, als unsere MTBs.

Halt Stopp!
Am 13.08.2022 um 9 Uhr treffe ich mich mit anderen Gravelfreunden in Kiel, um 50km zu fahren!
Details folgen! Am besten du folgt mir bei Instagram, um nichts zu verpassen.

Cyclocross statt Gravelbike

So landeten wir bei Cyclocrossrädern (damals war „graveln“ noch nicht so präsent) von Cube und Stevens und waren happy damit.

7 Jahre eingestaubt

Jahrelang nutzten wir die Räder dann größtenteils, um zur Arbeit zu pendeln. Wobei wir dafür auch eher die Mountainbikes genutzt haben (wir wollten die teuren Fahrräder ungern den ganzen Tag irgendwo anschließen, sodass wir ggfs. kein Fahrrad mehr für den Rückweg vorgefunden hätten). Die Räder nutzten sich dementsprechend kaum ab. Machten ein paar Umzüge mit und wurden kaum genutzt. Ich fuhr in 7 Jahren ca. 500km. Das ist sehr wenig, finde ich. Dann lief ich eben viel und nutzte das MTB mehr als den CX (Cyclocrosser).

 

 

 

Das war auch der Einstieg in das Thema Klickpedale*. Was ist das? Pedale an denen man mit speziellen Radschuhen fest verbunden ist.

Man hat die Möglichkeit, sich ein- oder auszuklicken. Die Kraftübertragung ist super und besser, als nur auf ein Pedal zu treten, da man den Zug mitnehmen kann und nicht nur die Pedale herunterdrückt. Doch wir haben uns für eine Duo-Alternative entschieden*.

Auf der einen Seite ist es ein normales Pedal und auf der anderen eben dieses Klicksystem.

Ob Vinylverlegen gut für das Knie ist?

Dann meldete sich mein rechtes Knie und das Laufen rückte in den Hintergrund. Wenn ich das hier schreibe, befinde ich mich in Woche 10 der Laufpause. In dieser Zeit war ich 2 Mal 5km laufen, um zu gucken, was geht (Video, Video). Nicht viel. Nachdem viele Arbeiten am Haus anfielen und ich Zeit hatte, diese anzugehen. Unter anderem auch Boden verlegen. Das ging und naja, musste ja auch irgendwie erledigt werden.

MRT Termin

Rund 6 Wochen nach meinem „Unfall“, dem Marathon in unter 3:30h, lag ich in der Röhre und war gespannt auf das Ergebnis. Zum Video.

Ich erhoffte mir ein eindeutiges Ergebnis. Kein Wischi-waschi Befund, mit dem ich nichts anfangen kann.

Das bekam ich dann auch. Patellaspitzensyndrom oder auch Jumpers Knee genannt. Mein Knorpel, welcher 2016 noch mit einem Schaden 2. Grades diagnostiziert wurde war nicht zu erkennen. Ok.
Danke noch an Dr. Matthias Marquardt für den schnellen eindeutigen Befund. Ich hatte sowas schon erwartet. Es überraschte mich nicht.

Also was tun, wenn man nicht laufen kann, weil das Knie weh tut? Radfahren statt laufen war angesagt.

Neue Mäntel brauch das Rad

Mir wurde schnell geraten, die Mäntel zu ersetzen. Tiefe furchen und kaum noch Profil. Ich wollte nicht mit 30km/h einen Radplatzer haben oder einen Sturz riskieren. Es wurde dann der „Schwalbe X-One Allround Evolution ADDIX Super Ground 28“ Faltreifen“. Ein relativ dünner Mantel, doch ich hielt mich an die Vorgaben von Stevens und das Cyclocross-Setup. Einfach, weil ich mich damit wenig auskenne und es so immer gut funktionierte. Boah aua. Was eine Quälerei. Da muss noch ein bisschen Übung her.
Die wird sicher kommen und mir graust es schon vor meinem ersten Platten am Arsch der Welt.

 

 

 

 

Radfahren mit dem Gravelbike

Die erste „Fahrt“ ließ nicht lange auf sich warten. Da ich gerne das Praktische mit dem Angenehmen verbinde, ergab sich eine Besorgungsfahrt, die ich nicht auf direktem Wege fuhr. Es war richtig gut und ich konnte endlich wieder in der Natur sein und mich bewegen.

Gefolgt von einer zweiten gemeinsamen Runde mit Jan tauchte ich tiefer in die Materie „graveln“ ein.
Nach 40km und etlichen matschigen Passagen im Wald inkl. auf- und absteigen sowie Radtragen, war ich dreckig und happy.

 

 

 

Irgendwie ist das alles wie Trailrunning, nur eben mit dem Rad. Jedenfalls die Routen, welche ich mir bisher raussuchte. Die kenne ich vom Laufen her und bin demnach nicht völlig orientierungslos.

Wie geht es weiter?

Bisheriges Fazit als Radneuling: Ich war dem Radfahren eher negativ eingestellt. Warum fahren, wenn ich laufen kann. So habe ich das immer gesehen und muss mir eingestehen, dass ich falsch lag. Ich kann aktuell nicht laufen und das Radfahren ermöglicht mir wieder in der Natur zu sein und mich sportlich zu betätigen. Für diese Option bin ich dankbar und auch, dass mein Knie das ohne Probleme mitmacht.
Mit max. 40km bin ich dabei noch keine riesigen Strecken am Stück gefahren doch alles mit seiner Zeit.

Ich lerne gerade viel über die Technik, das Graveln im allgemeinen und entdecke neue Routen in Schleswig-Holstein. Mal gucken, was ich davon entdecken werde.

Ich freue mich darauf!

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