Ich wurde Erster!

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Mein erster und wohl einziger 1. Platz bei einer Laufveranstaltung (unbezahlte Werbung wegen Markennennung)

4 Wochen nach meinem Marathon unter 3 Stunden hat Ralf mich eingeladen, an einem Trailwettkampf teilzunehmen. Der fand quasi bei ihm im Garten statt – in Hohwacht an der Ostsee. Ich ging bei der kürzeren (21km) Strecke an den Start – in Straßenschuhen natürlich. Kurz vor dem Start war ich dann doch ein bisschen nervös. Es war eine kleine Veranstaltung und man ging nicht unter, wie bei einem großen Event. Es ging los. Ich lief ohne Trinkrucksack, da es auf der Strecke ausreichend Verpflegungsstellen geben sollte. Zusammen mit den Startern der 30km Distanz ging es los. Ich lief bis zum Kilometer 6 vorne Weg und das viel zu schnell! Doch ich rechnete mir gute Chancen aus. Bei km 6 trennte sich die Strecke auf beide Distanzen. Dachte ich! Ich lief weiter. Hinter mir keine Sicht von anderen Läufern. 

Yeah! Ich preschte weiter in dem Glauben alles sei gut!

Nach Kilometer 8 wunderte ich mich über keinen Verpflegungspunkt. Mittlerweile wurde es warm. Die Sonne stand hoch. 

Plötzlich traf ich einen Läufer inkl. Startnummer der mir entgegenlief. Mir wurde sehr schnell klar. Ich lief die Strecke falsch herum. Noch eine Läuferin lief mir entgegen. Sie schauten mich beide verdutzt an. Ich rief laut: „Lauft weiter, ich bin falsch gelaufen, ihr seid richtig!“

Was sollte ich nun tun. Aufhören? Umdrehen? Laufe ich dann zu wenig? 

Ich entschied mich einfach die komplette Strecke weiter zu laufen. Falsch herum. Eine Platzierung schlug ich mir aus dem Kopf. Mir war nur wichtig, mir einen tollen Lauf zu bieten. Es lief so gut bisher, ich lief einfach weiter. 

Endlich trinken

Bei Kilometer 14 traf ich auf die erste Verpflegungsstation. Ich trank ausreichend und sagte dem dortigen Personal, dass ich falsch laufe und einfach weiter in das Ziel laufen werde. Viele Läufer guckten komisch und ich klärte jeden, so weit es ging, per Zuruf auf.   

Als die Strecke wieder zusammengeführt wurde, erwartete ich eigentlich einen Läufer vor mir zu entdecken. Nö! Ich lief alleine weiter. 

Verpasste 500m vor dem Ziel einen Pfeil. Lief dann durch das Ziel. Stoppte die Uhr und freute mich über meine Leistung. Man sagte mir dann, dass ich falsch durch das Ziel gelaufen sei. Auf meiner Uhr fehlten auch rund 500m. Ich zeigte alles dem Rennleiter, der mich dennoch bis jetzt als Erstplatzierten wertete. Nachdem ich meinen Lauf auf mein Handy übertragen hatte, zeigte ich dem Rennleiter meinen gelaufenen Kurs. Sauber gemacht! Falsch abgebogen und dadurch die Strecke zu 100% falsch herum gelaufen. 

Und nun?

Der Zweitplatzierte lief lange hinter mir in das Ziel ein. Ich ging zu ihm und gratulierte ihm zu seinem Lauf. Erzählte ihm von meinem Missgeschick. Irgendwie hoffe ich dennoch, gewertet zu werden. Ich freute mich über meinen tollen Lauf und fühlte mich großartig.

Ich bin ja die Strecke gelaufen, nur eben falsch herum. In einem Gespräch mit dem Rennleiter und dem Zweitplatzierten wurde ich positiv überrascht. Der eigentlich korrekte Gewinner, der nach mir in das Ziel lief war damit einverstanden, dass mir dennoch der erste Platz zuteil wurde. Mir wurden im Nachhinein 10 Minuten Zeit drauf gerechnet, was ich nicht verstanden habe, da es nichts änderte und mein Vorsprung groß genug war. Ich bedankte mich beim Zweitplatzierten. Er sagte auch: “Du hattest so einen großen Vorsprung, das hätte ich niemals auf 500m einholen können.“

Ich war glücklich. Ich durfte in die Mitte auf das Podium steigen und erhielt vom Sponsor mein erster Paar Trailschuhe

(Siehe Erfahrungsbericht). 

Dies war auch der Beginn einer Traillaufliebe, die bis heute anhält und immer größer wird. Im Jahr 2019 durfte ich auch ein Highlight, was das Traillaufen angeht, erfahren. Dazu hier bald mehr. 

(unbezahlte Werbung wegen Verlinkung und Nennung der Veranstaltung) 

P.S.: Du hast auch eine spannende Laufgeschichte zu erzählen? Schreibe mir eine Mail an: derturnschuhheizer@gmail.com und vielleicht wird diese hier auf dem Blog veröffentlicht! 

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